Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung muss erstellt werden, um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu gewährleisten. Hierdurch werden Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen von Mitarbeiter vorgebeugt. Der Arbeitgeber ist zudem durch das Arbeitsschutzgesetz § 5 Abschnitt 1 verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung für jeden Arbeitsplatz durchzuführen. Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer soll zudem nachhaltig verbessert und langfristig gesichert werden.

Vorgehen bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung

Die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung ist in drei wesentliche Punkte unterteilt. Bei einer höheren Komplexität kann es optional auch zu Ergänzungen kommen .

  1. Begehung der Anlage
    Die Anlage wird zunächst in einzelne Tätigkeitsbereiche unterteilt. Dazu werden Gespräche mit Mitarbeitern vor Ort geführt und die Arbeitsabläufe und Arbeitsplätze zu Betriebszeiten beobachtet. Potentielle Gefährdungen werden erkannt und entsprechedn eingeschätztV. Eine Sichtung aller Unterlagen und Dokumentation des Bereiches ist notwendig.
  1. Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen
    Als Basis zur Ermittlungen dient der Maßnahmen- und Gefährdungskatalogs der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VGB). Auf dieser Grundlage werden die Gefährdungen und Belastungen für die einzelnen Arbeitnehmer ermittelt.
    Durch Abstimmung mit der Sicherheitsfachkraft und dem Bereichsverantwortlichen erfolgt die Gefährdungsbeurteilung. Die ermittelten Gefährdungen werden dokumentiert und beurteilt. Dies geschieht mithilfe der vorhandenen Vorgaben. Falls keine konkreten Vorgaben vorhanden sind, werden die Gefährdungen an Hand der möglichen Schadensschwere und der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Diese Ermittlung umfasst auch die Recherche zu geltenden Vorschriften.
    Zur Einstufung der Gefährdungen werden diese verschiedenen Risikolevels zugeordnet. Abschliessend werden die erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt.
  1. Schutzmaßnahmen festlegen
    Zuletzt werden die Maßnahmen auf Basis der Auswertung der Gefährdungsbeurteilung die erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt.Hierzu werden diese  dokumentiert und dienen als Basis für die Betriebsanweisungen. Die jeweils zugehörige Betriebs- oder Bedienungsanleitung wird, wenn nötig, überarbeitet oder wenn  nötig neu erstellt.
  • Anlagenbegehung mit Klärung der Gefahrenbereiche und Gefährdungsfaktoren
  • Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen und Belastungen
  • Festlegung von maschinenseitigen Schutzmaßnahmen
  • Deklaration von Gefahrstoffen und die Einhaltung der entsprechenden Verbote nach Gefahrstoffverordnung
  • Nach Bedarf Durchführung entsprechender Prüfungen für Lärm- Staub- oder sonstiger Emissionen oder Messungen für Beleuchtungsstärke, etc.
  • Festlegung der Arbeitsschutzmaßnahmen und der persönlichen Schutzausrüstungen (PSA)
  • Erstellung der notwendigen Betriebsanweisungen